Diskussion in Witten: "Goldgräberstimmung im Ruhrgebiet?"

Die Grünen haben am heutigen Mittwoch in  Witten im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift "Goldgräberstimmung im Ruhrgebiet? – Fracking oder wie Erdgas aus dem Boden gespült wird" durchgeführt. Podiumsteilnehmer waren neben mir (v.l.n.r.) Paul Lang, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion, Udo Paschedag, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Börje Wiechert, Sprecher der Ruhrgebiets-Grünen und Ulrich Peterwitz, Leiter Umweltmanagement bei Gelsenwasser. Als Moderator brillierte Janosch Dahmen, Beisitzer im Landesvorstand. Die Firma Wintershall, die sich die Aufsuchungslizenz im Ennepe-Ruhr-Kreis und Umgebung gesichert hat, möchte laut Medieninformationen noch im April Probebohrungen beantragen. Die Firma Wintershall kam der Einladung zu dieser Diskussionveranstaltung nicht nach.
 Viele Interessierte waren ins Haus Witten geströmt, so dass zunächst weitere Sitzgelegenheiten organisiert werden mussten. Nach einem kurzen filmischen Einstieg stellten alle Podiumsteilnehmer ihre Bedenken dar und erläuterten die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Exploration und Gewinnung. Auch im Publikum herrschten angesichts des sowieso schon durch den Bergbau durchlöcherten Ruhrgebiets und des Einsatzes von toxischen Chemikalien sehr große Skepsis. Für Unmut sorgte zudem die schlechte Informationspolitik der bergbautreibenden Firmen. Staatssekretär Paschedag vertrat für das Umweltministerium die Rechtsauffassung, dass trotz der eklatanten Schwächen des Bundesbergrechts auch jetzt die schon eine öffentliche Bürgerbeteiligung, sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen sei. Über dieses Verfahren sei man sich mit dem Wirtschaftsministerium einig. Abschließend unterstrichen alle, dass neben diesen Voraussetzungen, Gefahren für Wasser, Umwelt und Menschen ausgeschlossen werden müssten.

Hier geht es zur Presseerklärung der Grünen Ruhr.

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