Was kommt, wenn die Braunkohle geht?

Diskussionsveranstaltung am 18. Juni 2011

11:00 bis 16:45 Uhr im Kreishaus in Bergheim

Der Braunkohlebergbau hat zusammen mit der Brikettherstellung und der Kohleverstromung weitüber 100 Jahre die Region zwischen Aachen, Köln und Düsseldorf geprägt. Die Kreise Rhein-Erft,Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Neuss sind massiv umgestaltet worden, hier finden wir Natur und Landschaft aus zweiter Hand.
Auch wenn Braunkohle wahrscheinlich noch für30 Jahre gefördert und genutzt wird, ist jedoch ein Ende absehbar: Die rot-grüne Landesregierung hat in ihrem Koalitions-vertrag vereinbart, dass über die drei laufenden Tagebaue – Inden, Hambach und Garzweiler - hinaus keine neuen Tagebaue mehr genehmigt werden. Mit der Braunkohle als Energieträger sind unsere Klimaschutzziele nicht zu erreichen und auch in der Region gibt es keine weitere Akzeptanz mehr für neue Tagebaue.
Damit ist klar, spätestens 2040/2045 wird die Zeitder Braunkohle im Rheinland vorbei sein. Seit geraumer Zeit nimmt die wirtschaftliche Bedeutung der Braunkohle ab.
Für die Menschen in der Region, muss ein Ende des Tagebaus umfassend und rechtzeitig vorbereitet werden. Die Landesregierung engagiert sich mit dem Projekt „Innovationsregion Rheinisches Revier“. Mit dieser Veranstaltung will der Bezirksverband Mittelrhein und die Kreistagsfraktion der Grünen im Rhein-Erft-Kreis den Auftakt einer Debatte in der Region zum Strukturwandel machen und wichtige Aspekte aufzeigen.
Anmeldungen zur Teilnahme an dieser Veranstaltung bitte bis zum 15. Juni 2011 an saskia.ellenbeck@landtag.nrw.de.

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2 Kommentare

  1. Roetzheim Theodora

    Nach Beendigung des Tagebaues können die grossen Löcher für Pumpspeicherwerke genutzt werden. Wenn man auf alter Geländehöhe ein Oberbecken baut, kann man riesige Kapazitäten für die Stromspeicherung gewinnen. Da sich der Grundwasserspiegel mit der Zeit wieder erhöhen wird, kann viel Wasser für die Bewässerung der Landwirtschaft abgezweigt werden. Es ist gut möglich, dass wir das in Zukunft dringend brauchen werden.

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    • Wibke

      Das ist einerseits richtig. Einen kleinen Haken hat diese Idee jedoch: Der Tagebau wird wohl nicht vor 2045 beendet sein und erst dann beginnt langsam die Auffüllung mit Wasser, was bis zu 30 Jahre dauern wird. Wir brauchen aber schon vorher Lösungen für die Speicherung von Erneuerbaren Energien.

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