Energietour Tag 1: Speichertechnik, Geothermie und Grubenwasser

Heute starteten Reiner Priggen und ich eine Energietour durch NRW. Die ersten beiden Tage führen uns durchs Ruhrgebiet und OWL, thematisch ist von Speichern über Erneuerbare alles dabei.

Fraunhofer-Institut  UMSICHT in Oberhausen
Speicherkonzepte der Zukunft stehen hier auf dem Programm. Neben der Idee, in Zukunft Warmwasser-Speicher, die aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen versorgt und gegebenenfalls auch mit überschüssigem Strom aus Erneuerbaren Energien beheizt werden, erregt die Idee des hybriden Stadtspeichern meine Aufmerksamkeit. In der Projektbeschreibung heißt es: "Städte verfügen über ein enormes - indirektes - Potenzial zur Speicherung von Energie und damit zum direkten Ausgleich zwischen Energieangebot und -nachfrage im lokalen Netz. Ein Großteil der Technologien wird in naher Zukunft dezentral, zumeist in Gebäuden eingesetzt. Die Idee des Projekts »Hybrider Stadtspeicher« ist nun, das Potenzial der Städte zur Speicherung von Energie nutzbar zu machen." Meiner Meinung nach ist dies ein sehr zukunftsweisender Vorschlag, den wir genau betrachtet sollten.

Geothermiezentrum der Hochschule Bochum Energie-Tour 02 - BochumHochschule Bochum
Diese Hochschule hat sich in bemerkenswerter Weise und innerhalb von nur wenigen Jahren zum Kompetenzzentrum für Geothermie in Deutschland entwickelt. Besonders beeindruckend: Bochum ist mittlerweile Sitz der Internationalen Geothermie-Vereinigung. In Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen der Bergbautechnik wird modernste Bohrtechnik entwickelt, die die Kosten für Geothermie-Bohrungen um bis zu 50 Prozent senken kann. Bei diesen Bohrungen wird nicht mit herkömmlichem Bohrgestänge gearbeitet, sondern es wird mit Wasser unter einem Druck von 600 bis 1000 bar durch den Felsen gebohrt.

Schacht Robert Müser in Bochum
Hier am Standort Robert Müser wird das warme Grubenwasser für die Wärmeversorgung genutzt. Ab Mai 2012 sollen damit das Feuerwehrzentrum und ein Schulkomplex beheizt werden. Es ist unglaublich, welche Chancen gerade das Ruhrgebiet bietet. Das sind Potenziale, die für die Energiewende zwingend und schnell gehoben werden müssen.

Und hier unser VIDEO zum ersten Tag der Energietour.

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