Die Bahn will Ostwestfalen-Lippe vom Fernverkehr abhängen - was tut die Landesregierung?

Die „Neue Westfälische“ berichtete am 13. April 2018 über Pläne der Deutschen Bahn, ab 2020 ihre Angebote zum Nachteil der Region Ostwestfalen-Lippe zu verändern. Zur Disposition stünden die IC-Halte in Minden, Bad Oeynhausen und Bünde, aber auch der ICE-Halt in Bielefeld. Wird Ostwestfalen-Lippe nun verkehstechnisch abgehängt?
 
Vor diesem Hintergrund habe ich gemeinsam mit meinem ostwestfälischen Fraktionskollegen Matthi Bolte die Landesregierung nach den ihr bekannten Plänen der Deutschen Bahn hinsichtlich des Fernverkehrsangebots in der Region OWL und deren Bewertung durch die Landesregierung gefragt, nach den Fahrgastzahlen der betroffenen Bahnhöfe sowie danach, welche Gespräche die Landesregierung bereits mit der DB hinsichtlich der Planungen der Bahn für OWL geführt hat.
 
Die Anwort der Landesregierung auf unsere gemeinsame Kleine Anfrage liegt nun vor. Dazu haben wir folgendes Statement an die Presse gegeben:
 
Immerhin hat die Landesregierung schon mitbekommen, dass es großen Druck aus der Region Ostwestfalen-Lippe gibt, die Fernverkehrshalte in der Region zu erhalten. Es reicht aber nicht, wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen und darauf zu warten, dass die Bahn unsere Region abhängt. Stattdessen muss die Landesregierung ein echtes Bekenntnis zur Fernverkehrsanbindung für Bielefeld, Bünde, Bad Oeynhausen, Minden und ganz Ostwestfalen-Lippe abgeben und dies auch durch konkretes Handeln untermauern. Wir Grüne werden mit unserem Druck nicht nachlassen, denn schon jetzt zeigt sich: OWL lässt sich nicht abhängen!
 

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