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Peter Kalley
17Aug

Bürgermeisterkandidat der UWG will an Jugendhilfe sparen

Vor kurzem äußerte sich der Bürgermeisterkandidat der UWG, Peter Kalley, in einem Zeitungsinterview mit dem Westfalen Blatt über die Notwendigkeit eines zweiten Sparpakets. Er möchte nicht noch einmal Bürger und Firmen belasten. Er möchte an die “großen Brocken” und das ist für ihn die Jugendhilfe. Laut Kalley “schicken die Jugendämter problematische Kinder und Jugendliche lieber einmal mehr ins Heim. Damit wird Verantwortung wegdelegiert.”

Vielmehr versucht der Fachbereich Jugend mit ambulanten qualifizierten Fachkräften, die in die Familien gehen, die Eltern zu stärken und zu stabilisieren, mit dem Ziel, Heimunterbringungen zu vermeiden.

Herr Kalley äußert sich hier in völliger Unkenntnis der tatsächlichen Umstände im Fachbereich Jugend der Stadt Gütersloh. Sicherlich ist es richtig, dass dieser Bereich den größten Ausgabenanteil am Haushalt der Stadt hat. Daraus allerdings zu schließen, hier sei auch am meisten zu einzusparen ist grundfalsch. Mein Eindruck von den Mitarbeitern des Fachbereichs Jugend ist dagegen der, dass sie die Entscheidung, eine Heimunterbringung nicht leicht machen. Hier sind viele Aspekte abzuwägen, nur einer davon sind die Kosten.  Dass im Fachbereich Jugend “Verantwortung wegdelegiert” wird, wie Herr Kalley es äußert kann ich beim besten Willen nicht sehen.

Die Kosten für die Heimunterbringung sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Der Jugendhilfeausschuss und die Verwaltung haben hier immer wieder Lösungen diskutiert, daran hat sich Herr Kalley nie aktiv beteiligt. Die Stadt Geld gibt viel Geld in die Prävention,und die ambulante Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern aus. Aber manchmal reicht das eben nicht und eine Heimunterbringung ist unvermeidlich. Herr Kalley argumentiert in seinem Interview dagegen als würden die Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend gerne Kinder und Eltern auseinander reißen.

Mit diesen unglaublichen Aussagen ist Kalleys unqualifiziertes Statement allerdings noch nicht zu Ende! Er geht sogar so weit, zu behaupten, dass “wir dafür keine diplomierten Fachkräfte mit Beamtenstatus” brauchen.  Kalley weiter: “Die Hilfsbedürftigkeit der Familie lässt sich mit gesundem Menschenverstand erkennen.”

So äußert sich niemand, der ein verantwortungsbewusster Bürgermeister wäre, dem das Wohl von Kindern und Jugendlichen wirklich am Herzen liegt.

16Aug

Podiumsdiskussion auf Griechisch

Pod-Griech-1Die Griechische Gemeinde Kreis Gütersloh hatte geladen und viele sind gekommen. Die Bürgermeistkandidaten und einige Vertreter des Rates stellten sich vor und standen Rede und Antwort. Die Griechische Gemeinde nimmt ihr Erbe sehr ernst und setzt sich für die Demokratie ein in dem sie alle ihre Mitglieder aufruft, zur Wahl zu gehen. Das Wort zum Sonntag zu meinen Konkurrenten: Heiner Kollmeyer fehlten die Püfferken um Bürgernähe zu zeigen. Nobby Morkes versuchte mit 4 griechischen Vokabeln zu punkten, blieb aber politisch völlig abwesend. Maria Unger zeigte, dass sie die Griechische Gemeinde  am längsten kennt, sprach erstaunlicherweise dieses Mal nicht übers Wetter blieb aber ansonsten gewohnt schwammig. Pod-Griech-2Peter Kalley ist und bleibt blass. Die Vertreter der Linken konzentrierten sich auf Bundesthemen, kommunalpolitisch außer Theaterkritik nichts gewesen. Der FDP-Vertreter kam mit seinen Steuerthemen auch nicht gut an. Und zu mir bleibt mir ein Zitat des Vorsitzenden: “Sie können Bürgermeisterin werden. Jedenfalls von den Griechen aus.”

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