Wo lagert wieviel Atommüll in NRW?

In NRW existiert im münsterländischen Ahaus ein zentrales Zwischenlager für radioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente. Daneben lagern in NRW an weiteren Standorten, wie beispielsweise auf dem Gelände des ehemaligen Forschungsreaktors in Jülich, radioaktive Abfälle.

In Deutschland existieren weitere Zwischenlager: In Gorleben ein Zwischenlager für sowohl radioaktive Abfälle als auch abgebrannte Brennelemente sowie das Zwischenlager Nord bei Lubmin für radioaktive Abfälle. An den Atomkraftwerksstandorten gibt es darüber hinaus seit dem ersten Atomkompromiss von 2000 weitere dezentrale Lagerstätten, um unnötige Transporte zu reduzieren. Für schwach- und mittelradioaktive Abfälle steht der Schacht Konrad in Salzgitter als Endlager bereits fest und wird aktuell für die Einlagerung vorbereitet. Allerdings verschiebt sich die geplante Fertigstellung immer wieder, zuletzt auf das Jahr 2027 (s. FAZ online vom 8.3.2018).

Entwickelt sich Ahaus zu einem zentralen Zwischenlager für alle radioaktiven Abfälle in Deutschland?

Nach Ahaus werden im Moment jedoch auch aus dem Lager in Gorleben große Mengen an Fässern mit radioaktivem Material verbracht, da die Genehmigung für die Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall in Gorleben 2019 ausläuft. Daneben ist die Verbringung der AVR-Castoren aus Jülich nach Ahaus in der Diskussion. Es steht zu befürchten, dass sich Ahaus als zentrales Zwischenlager für alle radioaktiven Abfälle in Deutschland entwickelt. Auch die Stadt Ahaus sieht die Entwicklung mit Sorge, so klagt die Stadt vor dem OVG Münster gegen die Einlagerung der Jülicher AVR-Castoren.

Wo lagert eigentlich wieviel Atommüll in NRW? Das versuche ich mit meiner kleinen Anfrage bei der Landesregierung öffentlich zu machen.

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