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Wie haben sich die eingelagerten Mengen an Atommüll in NRW im Jahr 2018 verändert?

In NRW existiert im münsterländischen Ahaus ein zentrales Zwischenlager für radioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente. Daneben lagern in NRW an weiteren Standorten, wie beispielsweise auf dem Gelände des ehemaligen Forschungsreaktors in Jülich, radioaktive Abfälle. Die Antwort der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage aus dem vergangenen Jahr hat ergeben, dass in NRW an sechs Orten fast 13.000 Tonnen radioaktive Abfälle lagern, sich der Bestand seit 2010 nahezu verdoppelt hat und weitere Einlagerungen geplant sind. Es ist also davon auszugehen, dass sich auch im Jahr 2018 die Bestände weiter erhöht haben. Darunter können auch problematische Abfälle sein, wie die hochangereicherten Brennelemente aus dem Forschungsreaktor in Garching, welche nach Ahaus verbracht werden sollen oder beschädigte Fässer aus dem Fasslager in Gorleben. Seit dem Jahr 2014 wurden dort beschädigte Fässer entdeckt, diese könnten sich unter denen befinden, die von Gorleben nach Ahaus verbracht wurden.

Die bestehenden Genehmigungen der Lagerorte in NRW laufen absehbar früher aus, als die entsprechenden Endlagerkapazitäten aufgebaut sein werden. Die Genehmigung für die Lagerung von hochradioaktiven Abfällen im Transportbehälterlager Ahaus (Lagerbereich II) endet beispielsweise am 31.12.2036, einem Zeitpunkt an welchem absehbar noch kein Endlager zur Verfügung stehen wird. Es steht zu befürchten, dass die einzelnen Standorte ohne nennenswerte Ertüchtigungen Genehmigungsverlängerungen erhalten, ohne dass das System der Zwischenlagerung öffentlich diskutiert werden kann.

Mit dieser aktuellen Kleinen Anfrage will ich in Erfahrung bringen, wie sich die eingelagerten Mengen an Atommüll 2018 entwickelt haben, wie die Planungen darüber hinaus aussehen, wie die Landesregierung zu einer Verlängerung der Nutzungserlaubnis für Ahaus steht und welche Fässer aus Gorleben (Niedersachsen) nach Ahaus überführt worden sind.

Die Antworten der Landesregierung werden an dieser Stelle veröffentlicht, sobald sie vorliegen.

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