Nachgehakt: Erschreckende Gleichgültigkeit beim Umgang mit nuklearen Altlasten: Wo sind die fehlenden Atommüllfässer aus Gorleben?

In der Antwort der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage 2534 hat die Landesregierung angegeben, dass von insgesamt 1.309 Fässern, die aus dem Fasslager im niedersächsischen Gorleben bis Mitte 2019 abtransportiert werden müssen, bis Mai 2019 1.181 Fässer nach NRW transportiert wurden. Diese wurden entweder direkt in das Zwischenlager Ahaus, oder aber nach Jülich transportiert, um dort „nachqualifiziert“ zu werden, also für die Endlagerung in Schacht Konrad vorbereitet zu werden. Laut Antwort der Landesregierung lagern in Jülich 587 Fässer, in Ahaus lagern 488 Fässer. Summiert man beide Zahlen, ergibt sich eine Differenz von 106 Fässern im Vergleich zu 1.181 Fässern, die an einem unbestimmten Ort in NRW lagern müssen.

Auf meine Frage danach, wie viele der 1.309 Atommüllfässer aus Gorleben zu welchem Zeitpunkt nach NRW transportiert werden bzw. wurden, antwortet die Landesregierung, dass sie keine Kenntnisse über ausstehende Transporte aus Gorleben nach NRW habe. Dies ist erstaunlich, gibt es doch öffentlich zugängliche Informationen, nach welchen alle 1.309 Atommüllfässer aus Gorleben nach Ahaus transportiert werden sollen.

Ich hake daher an dieser Stelle nach und frage die Landesregierung in der neuen Kleinen Anfrage Erschreckende Gleichgültigkeit beim Umgang mit nuklearen Altlasten: Wo sind die fehlenden Atommüllfässer aus Gorleben?, wo die 106 Fässer lagern, weshalb der Landesregierung dies nicht bekannt war und wie es um die Instandsetzung der beschädigten Fässer steht. Wie immer werde ich die Antwort der landesregierung an dieser Stelle veröffentlichen, sobald diese vorliegt.

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