Wie werden trotz der enormen Wasserentnahme durch die Fa. Tönnies zukünftig Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung vermieden?

Aus der Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 2930 (LT-Drs. 17/7520) geht hervor, dass der Wasserverbrauch durch den Großschlachtbetrieb der Fa.Tönnies in Rheda-Wiedenbrück enorm hoch ist. So wird die im Wasserwerk Rheda-Wiedenbrück gewonnene Trinkwassermenge von 1,46 Millionen Kubikmeter jährlich bereits heute nahezu vollständig an die Fa. Tönnies geliefert.

Die Grundwasserneubildungsrate im Einzugsgebiet der Wassergewinnung in Rheda-Wiedenbrück beträgt laut Landesregierung jährlich rund 1,745 Millionen Kubikmeter. Dieser Wert wurde im Rahmeneines Wasserrechtsverfahrensdurch den örtlichen Versorger, die Vereinigte Gas-und Wasserversorgung GmbH (VGW), im Jahr 2002 ermittelt. Diese Wertermittlung liegt 17 Jahre zurück und bezieht die vergangenen trockenen Jahre nicht mit ein. Somit ist fraglich, ob die Wasserversorgung der Region auch zukünftig angesichts klimatischer Veränderungen und zunehmender Trockenheit gesichert werden kann.

Im Zuge der geplanten Betriebserweiterung ist auch ein steigender täglicher Wasserbedarf der Fa. Tönnies angemeldet. Die VGW sagte dem Schlachtbetrieb daher eine sichere Versorgung mit bis zu 6.500 Kubikmeter Trinkwasser täglich zu. Um dies zukünftig gewährleisten zu können, sollen im Bedarfsfall Kontingente aus weiteren Bezugsquellen anderer Vorlieferanten zugekauft werden. Dies könnte zuweilen Auswirkungen auf das Trinkwasservorkommen in den umliegenden Gemeinden haben. Außerdem wird derzeit der Bau eines weiteren Speichers mit weiteren 2.000 Kubikmetern Fassungsvermögen geprüft. Aus der Antwort der Landesregierung geht leider nicht hervor, ob die dafür entstehenden Kosten verursachergerecht gedeckt werden können.

Mit dieser Kleinen Anfrage will ich in Erfahrung bringen, wie es um das Grundwasser und die Trinkwasserversorgung angesichts zunehmender Trockenheit in Rheda-Wiedenbrück bestellt ist.

Die Antworten der Landesregierung werden wie immer an dieser Stelle veröffentlicht, sobald sie vorliegen.

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