CC0-By Alexander (Flickr: https://www.flickr.com/photos/35160239@N07/3890551420)

Atomtransporte durch NRW im Jahr 2019

Von der Öffentlichkeit vollkommen unerkannt, rollen fast täglich Transporte mit radioaktivem Material durch NRW. In den meisten Fällen gibt es weder polizeiliche Sicherheitsvorkehrungen, Informationen der Öffentlichkeit im Vorfeld, noch Statistiken im Nachhinein. Die Abfrage für das Jahr 2018 hat eine starke Zunahme der Anzahl der Transporte auf fast 24 Transporte pro Woche ergeben. Die Ausfuhren aus der Urananreicherungsanlage in Gronau haben sich seit dem Jahr 2013 fast verdreifacht.
 
Im vergangenen Jahr hat die Wiederaufnahme der Exporte von abgereichertem Uranhexafluorid aus Gronau nach Russland für überregionale Empörung und Proteste an der Transportroute gesorgt. Jeder Transport von radioaktivem Material stellt eine potenzielle Gefahr für die Bevölkerung dar. Uranhexafluorid ist jedoch nicht nur wegen seiner Radioaktivität gefährlich, sondern auch, weil es sich beim Kontakt mit Wasser zur hochgefährlichen Flusssäure verbindet. 
 
Für das vergangene Jahr waren auch Transporte aus dem Forschungsreaktor in Garching in das zentrale Zwischenlager Ahaus geplant. Doch genau wie die 152 Castor-Behälter, die unter Umständen aus Jülich nach Ahaus transportiert werden sollen, fehlen für diese Transporte weiterhin die notwendigen Genehmigungen.  

Vor diesem Hintergrund frage ich auch in diesem Jahr wieder in einer Kleinen Anfrage, wie sich die Atomtransporte im vergangenen Jahr entwickelt haben. Die Antworten der Landesregierung werden wie immer an dieser Stelle veröffentlicht, sobald sie vorliegen.