Die Abraumhalde „Sophienhöhe“ wird von Braunkohlebefürwortern gerne als Paradebeispiel für gelungene Rekultivierung genannt. Die auf bis zu 300 Metern über Normalnull aufgeschüttete Halde erstreckt sich über etwa 13 km2 und ist zum Großteil mit Bäumen bepflanzt. Die Sophienhöhe hat keinen Kontakt zu grundwasserführenden Schichten, ist also in der Wasserversorgung auf Niederschläge bzw. künstliche Wasserzufuhren angewiesen.
Auf diese Problematik wird bereits im Braunkohlenplan Hambach von 1976 eingegangen, dort heißt es: „Bei der forstlichen Rekultivierung sind stark geneigte nach Süd und Südwest exponierte Flächen möglichst zu vermeiden, weil die Austrocknungsgefahr hier am größten ist. Daher sollte die Kippe Sophienhöhe vorwiegend in Nord-Südrichtung gestaltet werden.“
Die extreme Trockenheit in diesem Jahr gibt eine Vorahnung auf zunehmende Dürreperioden in den kommen Jahren und Jahrzehnten aufgrund des fortschreitenden Klimawandels. Damit haben sich die Voraussetzungen seit Erstellung des Braunkohlenplans 1976 gravierend verändert.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung, wie die Wasserversorgung auf der "Sophienhöhe" sichergestellt werden soll, insbesondere unter den neuen Vorzeichen, die das Dürrejahr 2018 für die Region gezeichnet hat. Die Antworten der Landesregierung liegen vor.


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