Bergbau


 
zuletzt aktualisiert am 3.9.2019
 
Die Tradition des Bergbaus in Nordrhein-Westfalen ist jahrhundertealt. Seit dem 12. Jahrhundert wird in NRW Steinkohle abgebaut. Die wirtschaftliche Entwicklung im Ruhrrevier, Siegerland, Aachener Revier und Oberbergischem Land war eng mit dem Bergbau verknüpft. Aber auch wenn die letzte Zeche im Jahr 2018 ihren Betrieb einstellte, bleiben die Nachwirkungen und Hinterlassenschaften des Bergbaus noch lange erhalten. Durch die Große Anfrage zum Altbergbau gibt es nun einen Sachstand zu den Gefahren und Handlungsnotwendigkeiten des Altbergbaus. Auch die Ablagerung von Müll in alten Zechen sowie die Belastung mit PCB und die Vorbereitung der dauerhaft notwendigen Grubenwasserhaltung bleiben wichtige politische Handlungsfelder.

Ebenfalls prägend für große Teile Nordrhein-Westfalens ist der Abbau von Braunkohle in Tagebauen im Rheinischen Revier. Mit dem Beschluss der Kohlekommission ist endlich klar, dass auch der Braunkohleabbau und die Braunkohleverstromung deutlich vor 2045 beendet werden. Doch auch hier bleiben beispielsweise bei der genauen Gestaltung der Tagebaue, Abständen zu Tagebaurandkommunen und Auswirkungen der Sümpfung zu lösende Probleme für die kommenden Jahrzehnte.

Angesichts der nicht mehr benötigten Braunkohlemengen: Wie stellt die Landesregierung sicher, dass im Rheinischen Revier keine weiteren Fakten geschaffen werden, die dem Denkmalschutz entgegenstehen?

Das aktuelle Denkmalschutzgesetz NRW (DSchG NRW) sieht vor, dass bei allen Bauprojekten mögliche Bodendenkmäler vor der Inanspruchnahme durch das Bauprojekt auf Kosten des Bauherrn archäologisch dokumentiert werden müssen. Diese notwendige...

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Wie hoch darf das Grubenwasser ansteigen?

Die aktuellen Planungen der RAG zum Grubenwasseranstieg im Ruhrgebiet gehen von einem Zielniveau von minus 600 Metern aus. Damit würde im Bereich des Bergwerks Auguste Victoria ein Sicherheitsabstand zu für die Trinkwassergewinnung genutzten Grundwasservorkommen von mindestens 150 Metern eingehalten.

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Welche Verantwortung nimmt die Landesregierung NRW für den Umweltschutz bei der Nutzung des tiefen Untergrundes im deutsch-niederländischen Grenzraum wahr?

Dass die Nutzung des Untergrundes durchaus mit großen Umwelteinwirkungen einhergehen kann, zeigte der Öl-Unfall im Gronauer Amtsvenn im Zusammenhang mit einer als Öl-Lager genutzten Kaverne vor fünf Jahren. 75.000 Liter Rohöl verseuchten die Erde, 60.000 Tonnen belasteter Boden mussten entsorgt werden und noch immer tritt ölhaltiges Wasser aus. Auch das Austreten von Lagerstättenwasser aus einer defekten Rohrleitung in der Nähe von Emlichheim im benachbarten Niedersachsen hat dies jüngst erneut bestätigt.

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