Die von der Landesregierung veröffentlichten Daten sind beeindruckend: Pro Jahr werden in NRW fast 1 Mio. Tonnen Altholz verbrannt, davon werden fast 200.000 Tonnen aus anderen Ländern importiert. Das hat die Antwort der Landesregierung auf eine gemeinsame Kleine Anfrage von meinem Fraktionskollegen Norwich Rüße und mir ergeben.
In NRW wird das Altholz in 26 Anlagen verbrannt, der Großteil davon sind Müllverbrennungsanlagen, in denen das Altholz dem sonstigen Siedlungsabfall untergemischt wird. Positiv ist, dass alle diese Anlagen in effizienter Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten, also sowohl Strom als auch Wärme produzieren, dass aber bei vielen Anlagen die Wirkungsgrade nicht veröffentlicht werden, ist kaum nachvollziehbar.
Nur ein Fünftel wird recyclet
Insgesamt werden in Deutschland nur ca. 20 Prozent des anfallenden Altholzes stofflich verwertet also z.B. zu Spanplatten recycled. Für eine ressourcensparende Wirtschaftsweise sollte dieser Anteil in Zukunft wieder erhöht werden. Die energetische Nutzung kann sich im Sinne der Kaskadennutzung dann immer noch anschließen.
Als Altholz wird jenes Holz bezeichnet, das einem Verwendungszweck zugeführt wurde und als Abfall im Sinne des Kreislaufwirtschafts-und Abfallgesetzes zur Altholzentsorgung bereitsteht. Altholz wird entsprechend einer Kaskadennutzung als Sekundärbaustoff für die Produktion von z.B. Spanplatten stofflich verwertet bevor es für eine energetische bzw. thermische Verwertung in Altholzkraftwerken und Müllverbrennungsanlagen eingesetzt wird.
Aufgrund der unterschiedlichen Herkunft von Altholz, ist die Belastung dessen sehr unter-schiedlich ausgeprägt. Um die verschiedenen Fremdstoffe und den Grad der Belastung einzustufen, werden beim Holz gemäß§ 2 Nr. 4 Altholzverordnung vier Altholzkategorien unter-schieden: Naturbelassenes, lediglich mechanisch bearbeitetes Holz (A I), behandeltes Holz ohne Holzschutzmittel (A II), mit halogenorganischen Verbindungen behandeltes Holz (A III) und mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz (A IV) –wie beispielsweise Bahnschwellen. Mit PCB belastetes Holz wird hingegen in einer dafür vorgesehenen Sonderabfalldeponie entsorgt.
Die energetische Nutzung des Altholzes als Biomasse, kann einen Beitrag zum Zwecke einer klimafreundlichen Stromerzeugung und Versorgung mit Fernwärme leisten.


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