Die B61 zwischen Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld soll laut Bundesverkehrswegeplan auf vier Fahrspuren ausgebaut werden. Insbesondere in der Stadt Gütersloh wird dadurch mit erheblichen verkehrlichen Veränderungen gerechnet. Vor Ort formiert sich bereits Widerstand gegen die Ausbaupläne, neben dem befürchteten Anstieg von Verkehr, Lärm und höherer Luftbelastung steht vor allem auch die Fällung von alten Alleebäumen in der Kritik.
Warum dieser Ausbau der Straße überhaupt notwendig ist angesichts aktueller Debatten um mehr Klimaschutz und wie der aktuelle Planungsstand ist, will ich mit dieser Kleinen Anfrage in Erfahrung bringen.
Die Antwort aus dem Landesverkehrsministerium liegt vor. Die Landesregierung nennt keinen konkreten Zeitplan und verweist darauf, dass der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen zunächst dringendere Projekte im Bereich der Bundesstraßen und Bundesautobahnen abarbeiten muss und daher „die Planung des Ausbaus der B 61 erst in einem der zukünftigen Arbeitsprogramme berücksichtigt werden“ kann.
Es ist bedauerlich, dass die Landesregierung dieses unselige Projekt auch weiterhin vorantreiben will. Die Antwort zeigt leider ebenso, dass sich die Landesregierung auch bei diesen Plänen weigert, eine moderne und nachhaltige Verkehrspolitik zu betreiben und die Potenziale des ÖPNVs und des Radverkehrs bei den Planungen mit zu berücksichtigen. Wir Grüne werden daher auch weiterhin vor Ort und in den Räten gegen diese Planung ankämpfen.


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