Ein Jahr ist Trump im Amt und die Welt steht unter Druck.
Strafzölle und Handelskriege belasten die Wirtschaft. Der Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen treibt den Klimarückschritt voran. Der offen zur Schau gestellte Machtanspruch der USA, etwa mit Blick auf strategische Regionen wie Grönland, zeigt: Geopolitische Interessen sollen rücksichtslos durchgesetzt werden. Nicht zuletzt der völkerrechtswidrige Angriff auf Venezuela mit der Festnahme Maduros zeigt, wie brüchig internationale Regeln geworden sind.
Auch innenpolitisch vertieft sich die Spaltung in den USA: Wissenschaft wird beschnitten, Medienfreiheit angegriffen, demokratische Grundprinzipien geraten ins Wanken.
Dieses erste Jahr zeigt: Sicherheit, Freiheit und Kooperation sind fragiler denn je.
In Zeiten wie diesen stellt sich die Frage:
Was ist unsere Antwort auf diese Unsicherheit?
Meine Antwort lautet: Europa.
Die Europäische Union ist mehr als ein Bündnis – sie ist unsere gemeinsame Stärke. Sie steht für Stabilität, Klimaschutz, fairen Handel und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und gerade für Nordrhein-Westfalen ist das entscheidend: NRW liegt im Herzen Europas, mitten in einem der stärksten Wirtschaftsräume der
Welt.
Unsere Industrie, unsere Unternehmen, unsere Hochschulen. Sie alle profitieren von offenen Grenzen, gemeinsamen Standards und einem verlässlichen Binnenmarkt.
Das bedeutet sichere Arbeitsplätze, Investitionen in Infrastruktur und Perspektiven für junge Menschen.
Die EU ist kein fernes Projekt. Sie ist der Rahmen, in dem wir unsere Zukunft aktiv gestalten für NRW, für Deutschland, für Europa. Ob beim Ausbau Erneuerbarer Energien, bei Forschung und Innovation oder beim Schutz unserer Demokratie: Europa ist der Schlüssel.
Jetzt ist die Zeit, unsere Werte zu verteidigen, mutig aufzutreten und gemeinsam Lösungen zu schaffen.
Unsere Antwort auf Unsicherheit ist Zusammenarbeit, nicht Abschottung.
Wenn es darum geht, wie wir heute und in Zukunft leben wollen, dann ist eine klare Antwort: europäisch.


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