In der heutigen Sitzung hat die Grüne Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen das Positionspapier „Einsatz der Fracking-Technologie bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas verhindern – Wasser- und Umweltschutz vor Wirtschaftsinteressen stellen“ beschlossen. Unsere Position wird darin klar zum Ausdruck gebracht:
Die Gewinnung von unkonventionellem Erdgas mit giftigen Chemikalien beim Einsatz der Fracking-Technologie birgt hohe Risiken für Trink- und Grundwasser und damit für uns Menschen. Das antiquierte Bundesbergrecht ist ungeeignet, um Vorsorge vor diesen Risiken zu treffen. Auch deshalb muss es dringend überarbeitet werden. Bundesumweltminister Altmaier und Bundeswirtschaftsminister Rösler ignorieren die Warnung der Bundesländer vor dem Einsatz umwelttoxischer Substanzen bei der Anwendung der Fracking-Technologie und haben stattdessen den Koalitionsfraktionen Gesetzentwürfe vorgelegt, die der Risiko-Technologie Tür und Tor öffnen.
Es ist gut, dass einige weise Stimmen in der Union dafür gesorgt haben, dass über diese Vorschläge nun nicht abgestimmt wird. Für Nordrhein-Westfalen müssen aus unserer Sicht die Erlasse vom 18.11.2011 und vom 24.02.2012 bis auf weiteres gelten. Das Maß aller weiteren Entscheidungen ist der Schutz des Trinkwassers, der immer oberste Priorität haben muss. Fracking mit giftigen Chemikalien darf es nach dem Stand von Wissenschaft und Technik nicht geben.
Hier das Positionspapier im Wortlaut.
Mehr Informationen zum Thema Fracking von mir zusammengestellt hier.
Hier eine Pressemitteilung dazu.


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