Am 10. Februar ist im norwegischen Haugesund ein Vertrag für den Bau des 623 Kilometer langen Gleichstrom-Seekabels „NordLink“ unterzeichnet worden, mit dem beide Länder erstmals direkt durch die Nordsee Ökostrom austauschen wollen.
Wir begrüßen die Entscheidung zum Bau der Stromleitung von Deutschland nach Norwegen. Für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sind der Netzausbau sowie die stärkere Vernetzung mit unseren Nachbarländern dringend notwendig. Nur so können wir regionale Schwankungen bei Wind- und Sonnenenergie ausgleichen. Die norwegische Wasserkraft bildet zu unserem Erneuerbaren-Mix aus Wind- und Photovoltaikanlagen eine gute Ergänzung.
Nun müssen endlich auch die Ausbauhindernisse für Erneuerbare Energien in Deutschland fallen. Die Blockade des bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer beim Ausbau der Nord-Süd-Stromtrasse schadet der ganzen Bundesrepublik. Offensichtlich ist es einfacher, mit Norwegen ein Bündnis für die Energieversorgung der Zukunft zu schließen als mit der bayerischen Landesregierung. Kanzlerin Merkel muss ein Machtwort sprechen. Sie kann nicht länger zusehen, wie Seehofers Stammtischpolitik den Interessen des ganzen Landes schadet.
Hintergrund:
Das Projekt NordLink unterstützt den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Mit dem geplanten Gleichstromkabel kann überschüssiger Strom aus Erneuerbaren Energien nahezu verlustfrei nach Norwegen transportiert und dort genutzt werden. Andersherum kann bei Bedarf Wasserkraftstrom aus Norwegen in Deutschland in das Stromnetz eingespeist werden. Das ist ein intelligenter Weg, um die schwankende Einspeisung aus fluktuierenden Erneuerbaren Energien auszugleichen und Versorgungssicherheit weiterhin zu erhalten.


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