In einer aktuellen Viertelstunde des Wirtschaftsausschusses wurden Fragen zur Bohrung „Oppenwehe 1“ und den für die Bohrung genehmigten Maßnahmen zur Suche nach unkonventionellem Erdgas diskutiert.
Das Verhalten der Bergbehörde im Zusammenhang mit der Genehmigung eines Drucktests mit Dieselöl ist absolut nicht nachvollziehbar. Bei diesem Drucktest sind 25.000 Liter Dieselöl in den Untergrund gepresst worden, der auch wasserführende Schichten hat.
Es ist fraglich, ob die Auflagen, wonach es eine Abdichtung geben und das Dieselöl gänzlich rückholbar sein soll, wirklich einen zuverlässigen Schutz für Boden und Grundwasser sicherstellen. Wenn Dieselöl in den Boden gepresst wird, kann nicht mehr von einem harmlosen Drucktest gesprochen werden.
Dieser Vorfall zeigt eindeutig, dass Umweltverträglichkeitsprüfungen vor jeder Bohrung und damit verbundenen Maßnahmen in Zukunft unerlässlich sind.
Über ein bereits im Jahr 2009 genehmigtes Probe-Fracking informierte die Bergbehörde den Minister ebenfalls deutlich zu spät. Zwar hat Exxon das genehmigte Vorhaben nie in die Tat umgesetzt. Das darf aber nicht als Entschuldigung dafür herhalten, dies weder der Öffentlichkeit, noch dem Landtag, noch dem Minister selbst mitzuteilen.
Die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung hielt es dagegen nicht für nötig, über die Vorkommnisse zu informieren. Die Transparenz, die heute lauthals von der Opposition gefordert wird, diente in ihrer Regierungszeit nicht als Maßstab.
Eine Pressemitteilung zu diesem Thema finden Sie hier.


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