Die Erzeugnisse von Miele gehören bekanntlich zum Besten, was es im Gebiet der Haushaltsgeräte gibt. Hohe Qualität und kostengünstiger Betrieb setzen jedoch kontinuierliche Forschung und Weiterentwicklung voraus. Ein sehr spannendes neues Konzept von Miele festigt die Vorreiterrolle der Gütersloher Traditionsmarke im Bereich der innovativen Haushaltsgeräte. Die beiden Miele-Geschäftsführer Dr. Markus Miele und Dr. Eduard Sailer erläuterten dem Grünen NRW-Fraktionschef Reiner Priggen und mir die Technik der neuen Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler mit Smart Grid.
Diese Technik der intelligenten Stromnetze vernetzt die Stromerzeuger und Verbraucher und sorgt für eine sichere Stromversorgung in effizienten und optimierten Stromnetzen, die auf die Aufnahme und Verteilung von Strom aus Erneuerbaren Energien angepasst sind. Doch wo liegt der Vorteil für den Verbraucher, der Smart Grid-Haushaltsgeräte betreibt? Smart Grid-Stromnetze versuchen Lastspitzen, wo sehr viel Strom gleichzeitig von den Verbrauchern abgefordert wird, zu vermeiden. Will man den Stromverbrauch fort von den klassischen Lastspitzenzeiten entzerren und eine gleichmäßigere Stromentnahme über den gesamten Tagesverlauf erreichen, muss man den Stromverbrauch in Nebenlastzeiten attraktiver – sprich billiger - machen. Wer also dann wäscht, trocknet oder geschirrspült, wenn der Strom günstiger weil weniger nachgefragt ist, kann Energiekosten einsparen.
Hierzu verhelfen die neuen Smart Grid-Geräte von Miele. Mit einem elektronischen Signal aus dem Internet, das über das hausinterne Stromnetz an die Smart Grid-Steuereinheit im Gerät weitergeleitet wird, kann das Gerät den in einem vom Nutzer vorgegebenen Zeitrahmen günstigsten Augenblick zum Betrieb erkennen und dann den Wasch-, Trocknungs- oder Spülvorgang starten, wenn der Strom in Zeiten geringer Auslastung des Stromnetzes günstig ist. Aber natürlich kann man auch, wenn es einmal schnell gehen muss, das Gerät sofort in Betrieb setzen. Nutzt man die Möglichkeit des kostengünstigen Smart Grid-Betriebs, kann man die Mehrkosten für die neue Technologie innerhalb weniger Betriebsjahre wieder einsparen und schließlich mit erheblich geringeren Stromkosten arbeiten.
Ein spannender Besuch bei Miele: Reiner Priggen, Grüner Landtagsfraktionschef, Dr. Markus Miele und Dr. Eduard Sailer (v.l.)
Wie bei vielen innovativen Ideen ist es auch hier noch ein beachtlicher Weg von der Entwicklung zur Serienreifen bis zum generellen Einsatz. Smart Grid-Technik braucht einen Stromversorger, der flexible Stromtarife anbietet, ein einheitliches System, das es bis heute in Deutschland noch nicht gibt. Im Rahmen des E-Energy-Projektes werden zurzeit in der Bundesrepublik Deutschland in sechs so genannten Modellregionen die Auswirkungen von Smart Grids und deren praktischer Umsetzung in realen Stromversorgungsnetzen untersucht. Leider jedoch noch nicht in Gütersloh oder OWL. Reiner Priggen: “Diese vielversprechende Technik braucht ein aufgeschlossenes und innovationsfreudiges Energieversorgungsunternehmen, damit sie eine Erfolgsgeschichte wird. Die Aufgabe von uns Politikern ist es jetzt dafür zu sorgen, dass die Einführung von Smart Grids auf eine gesetzliche Grundlage gestellt und in absehbarer Zeit ein fester Bestandteil der Energieversorgung wird.”


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