Im Rahmen meiner Energietour war ich mit Reiner Priggen, Oliver Krischer und Grudrun Zentis, der Direktkandidatin für den Kreis Düren, in Merzenich unterwegs. Hier führte uns der unabhängige Markscheider Peter Immekus vom Netzwerk Bergbaugeschädigter durch den Ort. Obwohl dieser einige Kilometer vom Tagebau Inden entfernt liegt, ist er doch eklatant von Bergschäden betroffen. Die Bergschäden werden durch das großflächige Abpumpen (Sümpfen) des Grundwassers verursacht, das für den Abbau der Braunkohle notwendig ist. So großflächig diese Sümpfungen sind, so großflächig sind auch die damit einhergehenden Absenkungen des Bodens. Geschieht dies durch tektonische Störungen ungleichmäßig, dann entstehen Bergschäden.
Diese sind meist nicht auf den ersten Blick als solche Erkennbar. Doch heute wurden unsere Augen dafür geschult. Die Gemeinde Merzenich ist von Bergschäden besonder betroffen, hier gibt es viele Risse in Straßen, Verwerfungen an Mauern, und Gewegen, Risse und schwere Schäden an Häusern, die zum Teil dazu führen, dass die betroffenen Gebäude abgerissen werden müssen. Das weitläufige Auftreten der Braunkohlebergschäden und viele unzugängliche Informationen führen dazu, dass die Beweisführung im Fall von Braunkohlebergschäden schwieriger als beim Steinkohlebergbau ist. Viele der Betroffenen müssen sich allein für ihre Rechte einsetzen. Hier hilft zum Glück das Netzwerk Bergbaugeschädigter, aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen geändert werden.
Aus diesem Grund haben wir in der letzten Legislaturperiode eine Große Anfrage eingebracht, die uns zusätzliche Informationen liefern sollte. Aufgrund der Landtagsauflösung muss diese Anfrage neu gestellt werden, aber wir GRÜNE bleiben natürlich dran!


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